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Dienstag, 28. September 2010

200 Banker verdienen bereits wieder mehr als 500'000 Euro

Während sich viele Deutsche darüber ereifern, dass der "Lohn" von Hartz IV - Empfängern um 5 Euro im Monat steigen soll, sahnen die Versager der Finanzkrise bereits wieder massiv ab: Rund 200 Angestellte von Versager-Banken, die vom deutschen Staat gerettet werden mussten, verdienen wieder mehr als 500'000 Euro. Dazu wurde am Wochenende noch bekannt, dass sich zwei Top-Manager der Krisenbank HRE üppige Renten-Ansprüche sichern wollten. Sogar die Union zeigt (zumindest nach aussen) Unverständnis für diese Vorgänge, wie Bild schreibt:
" ... Auch die Union reagierte mit Unverständnis auf Meldungen, wonach rund 200 Angestellte in vom Staat geretteten Banken mehr als 500 000 Euro verdienen. Unions-Finanzexperte Leo Dautzenberg (CDU) kritisierte, die Regierungsbeauftragten in den Kontrollgremien zeigten sehr viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Banker. SPD-Präsidiumsmitglied Ralf Stegner warf den Managern in der Zeitung vor, keine Schamgrenze zu haben. „Wenn sich die Bankenmanager solche Zahlungen genehmigen und im Gegenzug der Hartz-IV-Regelsatz um nur fünf Euro erhöht wird, dann fördert das die Demokratieverdrossenheit“, sagte Stegner. ..."
der ganze Artikel via Bild

Samstag, 10. April 2010

Arbeiterwohlfahrt zockt mit 1-Euro-Jobs ab

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1.50 Euro die Stunde den Arbeitern bezahlen, 9.20 Euro von den Kunden einkassieren, ein tolles Geschäft für AWO.

Dass Banker und Verwaltungsräte abzocken, das weiss unterdessen jedes Kind. Dass aber auch gemeinnützige Unternehmen wie die AWO (Arbeiterwohlfahrt) dabei nicht hinten an stehen, ist eher neu. RP-Online schreibt dazu:
" ... Sie kümmern sich um ältere und behinderte Menschen. Sie lesen ihnen vor, begleiten sie bei Spaziergängen oder erledigen kleinere Besorgungen. 30 Harz-IV-Empfänger beschäftigt die AWO für diese Aufgaben und zahlt ihnen dafür 1,50 Euro pro Stunde. Daran hatte bis jetzt auch niemand etwas auszusetzen.

Einige der so genannten Ein-Euro-Jobber sollen auch für Putzdienste eingeteilt worden sein. Das stieß und stößt bei vielen gleich zweifach auf. Erstens: Für Reinigungs- und Hauswirtschaftsarbeiten findet man auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Und laut Gesetz dürfen Ein-Euro-Jobs keine regulären Stellen vom Arbeitsmarkt verdrängen. Zweitens: Während die Awo-Beschäftigten für ihre Putztätigkeit 1,50 Euro pro Stunde erhielten, soll das Sozialunternehmen seinen Kunden 9,20 in Rechnung gestellt haben."
Dem Vorwurf, hier Abzockerei zu betreiben, entgegnet Uwe Bohlen, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes:
"Wir haben keine Gewinne damit gemacht." Die Einnahmen bei den gelegentlichen Putzdiensten von Hartz-IV-Empfängern flössen in die Gesamtkalkulation. Die sei bei der Arge bekannt und habe bisher nie zu Beanstandungen geführt.
Die AWO ist bei weitem nicht der einzige Wohlfahrtsverband, der mit 1-Euro-Jobs wirtschaftet.
Der letzten Aussage von Frau Bühler bleibt eigentlich nichts anzufügen.
" ... Sylvia Bühler, bei der Gewerkschaft Verdi zuständig für das Sozial- und Gesundheitswesen, sagt, dass es bei allen Verbänden Gliederungen gebe, deren Verhalten gegenüber den Mitarbeitern nicht zu den Grundsätzen eines Wohlfahrts- und Sozialverbandes passe – egal ob Awo, DRK, Caritas oder Diakonie. Sylvia Bühler: "Ein-Euro-Jobs vernichten reguläre Arbeitsplätze und gehören endlich abgeschafft."
mehr dazu via RP-online

Montag, 15. Februar 2010

Hartz Vier: Spätrömische Dekadenz

FDP-Monarch Guido Westerwelle, der praktisch alle Führungsfunktionen von Partei und Koalition unter einen Hut bringen kann (210%-Pensum) schürt den Neid. Nein, nicht zum Thema Abzockersaläre, es geht um die abzockenden Hartz Vier -Empfänger. "Aktive Erwerbslose" über römische Dekadenz:
Wenn Sie jetzt bei die­sem Be­griff an bit­te­re Armut den­ken, an har­ten Spar­zwang beim Re­gel­satz von 359 Euro, dann zei­gen Sie vor allem eines: dass sie von Ge­schich­te nun wirk­lich keine Ah­nung haben. Es ist näm­lich genau diese his­to­ri­sche Di­men­si­on, mit der uns Guido Wes­ter­wel­le die Augen dafür öff­net, was Hartz-Vier wirk­lich be­deu­tet. “Spät­rö­mi­sche De­ka­denz” hat der große His­to­ri­ker hier er­kannt, und damit be­kommt der Be­griff einen ganz neuen Klang. Ein Hauch von Orgie liegt in der Luft, eine Ah­nung von Völ­le­rei, Ge­la­ge, Ex­zess. Und so sehen wir sie vor uns, die Hartz -Vier Emp­fän­ger. Wie sie sich lüm­meln auf der Chai­se­lon­gue, die eben erst vom Re­cy­cling­hof ge­ret­tet wurde. Un­men­gen von Hähn­chen­keu­len, bei Lidl für 2,39 im An­ge­bot, ver­schwin­den in den of­fe­nen Mün­dern, in Strö­men fließt der Lam­brus­co aus den Te­tra­packs, bis alle Hem­mun­gen fal­len und schnackselnd eine neue So­zi­al­hil­fe-Ge­ne­ra­ti­on ge­zeugt wird. All­tag bei Hartz vier, wie ihn Guido Wes­ter­wel­le sieht. Und wenn Aldi zu­fäl­lig eine Pfau­en­fe­der im An­ge­bot hat, kann alles bald von vorn be­gin­nen.
den ganzen Artikel lesen Sie via: Spätrömische Dekadenz (Aktive Erwerbslose in Deutschland)