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Dienstag, 3. August 2010

Arbeitslosenversicherung: Abzocker belohnen, Volk bestrafen?

In der Schweiz steht im September eine Abstimmung an, die einen Abbau bei der Arbeitslosenversicherung zur Folge hat. Hier ein Auszug dazu aus einem Beitrag von Blogger Andrej Lützelschwab:
" ... Die über 140’000 Unterschriften gegen den massiven Abbau bei der Arbeitslosenversicherung zeigen ganz deutlich: Es gibt ein breites Unbehagen im Volk. Die Menschen verstehen zu Recht nicht, warum die Abzocker auch bei der Arbeitslosenversicherung belohnt werden und gleichzeitig die Bevölkerung bestraft werden soll. Die Chancen für ein Nein im September zum AVIG-Abbau stehen gut.
Zehntausende von Menschen haben in den letzten Monaten unverschuldet ihre Stelle verloren. Hauptverantwortlich war die Gier und Masslosigkeit der Finanzmanager, welche weite Teile der Wirtschaft in die Krise gezogen haben. In den Chefetagen steigen jetzt bereits wieder die Boni, die Abzocker machen wieder gross Kasse. Eine Riesenschweinerei ist: Bei der Arbeitslosenversicherung werden die Manager und Topverdiener weiterhin belohnt, indem sie tiefere Beiträge bezahlen müssen. Und die Bevölkerung soll gemäss dem Willen der rechten Politiker mit schlechteren Leistungen bei der Arbeitslosenversicherung bestraft werden. Die heute eingereichten 140’000 Unterschriften sind ein deutlicher Hinweis dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger dies nicht akzeptieren und die Revision im September ablehnen werden. ..."
ganzer Beitrag via Andrej Lützelschwab

Freitag, 30. April 2010

Der Wert der Arbeit im Verhältnis zum Lohn

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Credit Suisse - Chef Brady Dougan verdiente 2009 alles in allem rund 90 Mio Schweizer Franken, 720 Mal so viel, wie eine Putzfrau. 


Heute wird an der Generalversammlung der CS über diese Boniregelungen hart diskutiert. "Work" nimmt diesen Anlass als Gelegenheit, mal ganz allgemein über den Wert der Arbeit zu schreiben. Dazu beschreibt die Gewerkschaftszeitung noch die Ergebnisse einer Methode, die den Wert der Arbeit im Vergleich zum Lohn berechnet und misst:
" ... Leistung und Lohn – auf den ersten Blick scheint der Zusammenhang selbstverständlich: Den Beschäftigten wird der Einsatz von Hirn und Muskeln und die Führung von Maschinen und Menschen mit einem bestimmten Lohn abgegolten.
Warum aber werden die Leistungen so unterschiedlich bewertet? Leistet der Elektriker so viel weniger als der Maurer, dass er am Monatsende (laut «Lohnbuch 2010») einen Tausender weniger hat? Warum bekommt ein Radiomoderator für sein Geplapper fast doppelt so viel wie eine Flight- Attendant, die dreisprachig eine Horde genervter Passagiere bei Laune halten muss? Pfarrer und Gewerkschaftssekretär verdienen in etwa gleich viel. Ok. Aber warum muss eine Pferdepflegerin 10 Stunden länger arbeiten, um am Monatsende nicht mal die Hälfte des Pfarrerslohns auf dem Konto zu haben? Rätsel über Rätsel.
Sind die Finanzjongleure mit ihren Millionenlöhnen also besonders wertvoll für die Allgemeinheit? Diese Vorstellung hat den linken britischen Think-Tank New Economics Foundation (NEF) nicht ruhen lassen. Sein Motto lautet: «Wirtschaftswissenschaft für eine Welt, in der die Menschen und der Planet zählen.» Die NEF-Leute entwickelten deshalb eine Methode, bei der das jeweilige Einkommen den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen der Berufsausübung gegenübergestellt wird. So wollen sie den Wert bestimmen, der in einzelnen Berufen der Gesellschaft gegeben beziehungsweise genommen wird. Dass Banker heutzutage in dieser Betrachtung ganz schlecht abschneiden, kann nicht überraschen. Bei unanständig hohen Löhnen trieben sie das Weltfinanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs. Die Steuerzahlerinnen und -zahler mussten Milliardensummen zur Rettung der Finanzmärkte aufbringen. Die Banker haben damit ungleich mehr Gemeinschaftsvermögen vernichtet, als sie geschaffen haben. Die NEF-Ökonomen glauben, das genau berechnen zu können. Bei Löhnen zwischen rund 830000 und 16,6 Millionen Franken sollen die britischen Banker für jeden verdienten Franken 7 Franken Wert vernichtet haben. ..."
der ganze Artikel via Work

Dienstag, 6. April 2010

Novartis: Riesen Gewinne und hohe Boni dank Billigjobs

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Der Chemieriese Novartis fährt Jahr für Jahr hohe Gewinne ein. Novartis-Chef Daniel Vasella verdient Jahr für Jahr an die 40 Mio Schweizer Franken (siehe Grafik aus der SZ unten). Sparen muss das gemeine Fussvolk. Novartis baut Feststellen ab und ersetzt sie durch Zeitarbeiter,

Sonntagsblick dazu:
Patricia Huber (30, Name geändert) hatte sich die Stelle bei dem Basler Pharmariesen so gewünscht. Doch Novartis lehnte ihre Bewerbung ab. Kurz darauf erhielt sie den Job doch noch, die Temporärfirma Kelly offerierte ihr die Stelle als Maschinenführerin im Werk Stein. Man versprach mir, mich nach zwei Monaten fest zu übernehmen», erzählt die junge Frau. Heute, zweieinhalb Jahre später, arbeitet Patricia Huber immer noch als Temporäre – an derselben Stelle: «Ich fühle mich betrogen.»
Dies wirkt sich auf den Verdienst aus:
" ...Als Zeitarbeiterin verdient Huber 27 Franken pro Stunde, Ferienanteil inbegriffen. Rita Walde (53), seit zehn Jahren Präsidentin der Personalvertretung im Novartis-Werk Stein, schätzt, dass derselbe Job einer Festangestellten 35 Franken bringen würde, plus gut zehn Prozent Bonus. Verlust für Particia Huber: etwa 40 Prozent! ..."
Rita Walde, langjährige Präsidentin der Personalvertretung kennt die Hintergründe:
"Je nach Auftragslage arbeiten bei uns bis zu 200 Temporäre", erklärt Walde. Viele bleiben über längere Zeit. «Nach drei Jahren müssten sie fest übernommen werden. Meist wird ihnen aber kurz vorher gekündigt», bedauert die Personalvertreterin.
Wie wäre es, sehr geehrter Herr Vasella, wenn sie sich selbst kündigen und sich danach zum Stundenlohn eines Zeitarbeiters einstellen?
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Ganzer Bericht via: Blick

Donnerstag, 18. Februar 2010

Abzocker-Versuche mit Job-Angeboten für Arbeitslose

Die Finanzkrise hat die Arbeitslosenraten hochschnellen lassen. Betriebe und Unternehmen rationalisieren aus Spargründen hunderte von Stellen weg oder verlegen gar Produktionsstätten nach Asien, was in etwa dieselbe Auswirung auf die hiesige Belegschaft hat. Die steigende Arbeitslosigkeit machen sich dubiose Abzocker auf dem Job-Markt zunutze. Auffallend momentan Emails mit der Endung "...orbita.co.il". Der dubiose russische Jobanbieter sucht auf diesem Wege Einkaufer und Dienstleistende.

Hier drei Beispiele, wie typische solcher Job-Angebote daherkommen:
  • Geschaeft sucht Dienstleistende von Armina meissner über doable2@realyst.com
  • Beschaeftigung kurz und langfristig zu vergeben Bewerbung bitte an support4@orbita.co.il
  • Freie Stellen von Hilke hilker über raftingaob3@reavs.com
  • Beschaeftigung kurz und langfristig zu vergeben Bewerbung bitte an support7@orbita.co.il
  • Arbeitsgesuch von Benedetta bohner über certainq1@review.com

Mehr Infos dazu und eine Sammlung solch dubioser Job-Angebote hat der Tutsi.de - Blog zusammengestellt.