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Freitag, 4. Juni 2010

Internet-Abzocke: Mahnschreiben an Tote

Dubiose Firmen, die sich teilweise als Verbraucherschutz-Firma ausgeben oder Mahnschreiben an Tote richten, haben Hochkonjunktur, wie die Verbraucherzentrale Tübingen warnt. Die Webseite "Freies Wort" schreibt dazu:
"... Nicht nur die Eisenacher Firma, auch zahlreiche andere Abzocker nutzen die Masche - ob nun Kochrezepte, Software-Downloads, Hausaufgabenhilfe, Gartentipps, Liedtexte oder Grußkarten angeboten werden. Generell gilt deshalb die Empfehlung, keine Adress- oder andere persönliche Daten einzugeben, wenn man sich nicht vor versteckten Kosten sicher ist. Vor allem Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder beim Surfen im Netz nicht unbeabsichtigt irgendwelche Verträge abschließen.
Selbst mit dem guten Namen der Verbraucherzentralen versuchen zwielichtige Anbieter abzukassieren. Unter Namen wie "Verbraucherschutz" oder "Verbraucherschutz24" etwa bieten sie einen angeblichen Schutz vor unerlaubten Werbeanrufen. Wem diese lästig seien, der könne sich - gegen entsprechendes Salär - in einer Sperrliste eintragen lassen. Ungeachtet der Frage, wie das überhaupt funktionieren soll, bleibt die Tatsache, dass solche Anrufe sowieso nicht zulässig sind und Betroffene ohne Kosten entsprechende Beschwerden bei der Bundesnetzagentur einlegen können.
Ganz perfide wird es jedoch, wenn Mahnungen, wie in einem jüngsten Fall aus Suhl, gar an Tote gehen. Wo deren Daten her stammen, lässt sich nur raten. Zwar sieht die Verbraucherzentrale keine Indizien dafür, dass hier gezielt mit Daten von Toten - etwa aus Traueranzeigen - gearbeitet wurde, aber auch der Verdacht, dass einfach Daten irgendwoher gekauft wurden, die wohl nicht mehr ganz "frisch" waren, wiegt schwer genug.  ..."
der ganze Artikel via "Freies Wort"
umfangreiche Liste von Internetabzockern: 500 Abofallen im Internet

Montag, 17. Mai 2010

Bestätigungsbutton für Abo-Fallen-Seiten sollte Pflicht werden

Online-Abzocker benutzen im Zusammenhang mit ihren Abo-Fallen für die Zahlungen meist Konten bekannter, angesehener Banken.
Diese reagieren meist erst, wenn mehrere Kunden reklamieren. Die entsprechenden Online-Abzocker weichen dann einfach auf andere Banken- oder Kreditinstitute aus. Heute.de schildert die Vorgänge und rät, dass Online-Händler gezwungen werden müssten, deutlich sichtbare "Bestätigungsbutton" auf ihren Webseiten anzubringen.
" ... Die Online-Abofallen nehmen kein Ende - dabei laufen die Zahlungen an die Abzocker immer über reguläre Konten bei angesehenen Banken. Doch Beschwerden helfen nur kurzfristig. Denn gesperrte Konten werden von den Abzockern meist schnell ersetzt. Laut Verbraucherzentrale Hamburg unterhielt die Antassia GmbH bis Mitte April Konten bei fünf Kreditinstituten - darunter die Deutsche Kreditbank, die Volksbank Dreieich und die Taunus Sparkasse in Bad Homburg. Abzockopfer sollten sich deshalb bei der in ihrer Rechnung genannten Bank oder Sparkasse beschweren und eine Kündigung des fraglichen Kontos fordern, raten die Hamburger Verbraucherschützer
Die Abzocker haben bei anderen Kreditinstituten längst neue Konten eröffnet. Zurzeit wickelt Antassia ihre Geschäfte unter anderem über die Sparkasse Mainfranken in Würzburg ab. Nach Kundenprotesten hat man auch in Würzburg reagiert. 
Doch Verbraucherschützer sind das Katz-und-Maus-Spiel leid. Sie sehen den Gesetzgeber in der Pflicht. Er müsse den Verbraucher schon im Vorfeld schützen - etwa durch einen auffälligen Bestätigungsbutton, der auf einer Webseite bei kostenpflichtigen Inhalten zwingend betätigt werden müsse. Wer auf diesen Button klicke, signalisiere eindeutig, dass er verstanden habe, dass er sich auf einer kostenpflichtigen Webseite befinde. Irrtum ausgeschlossen - Abzocke auch. ..."
Ganzer Beitrag via heute.de

Samstag, 17. April 2010

Bekannte Blogs von Content-Klau im grossen Stile betroffen

Immer wieder trifft man auf Web-Seiten, die ungefragt ganze Blogbeiträge, wenn nicht gar ganze Bloginhalte in ihren Blog übernehmen.

Eine ganz dreiste Variante von Content-Klau betreibt der angebliche News-Blog  http://de.hadnews.com/.

Der Betreiber übernimmt 1:1  alle Beiträge verschiedener Blogger: Betroffen sind unter anderem bekannte Blogs, wie Gizmodo,  Nerdcore, Selbständig im Netz und Lupe, der Satire-Blog.  Die beklauten Blogs laufen in einer Rubrik der rechten Spalte als "Contributors" und werden oberhalb des geklauten Beitrages als "Einsteller" aufgeführt. Damit wird der Eindruck erweckt, diese "Lieferanten" seien mit dem Abdruck des Beitrages völlig einverstanden, ja, sie hätten diesen sogar eigenhändig eingestellt. Als Beispiel wird im Screenshot Peter Glaser (Glaserei-Blog der Stuttgarter Zeitung) als angeblicher Einsteller aufgeführt):


Einige der beklauten Blogbetreiber scheinen den Diebstahl bemerkt zu haben, wie Lupe (Lupe, der Satire-Blog) auf Anfrage versicherte. Er selbst werde den hadnews-Betreiber per Email bitten, den Inhalt seines Blogs nicht mehr zu übernehmen. Er wisse jedoch von Christoph Berger (Basic-Thinking), dass der hadnews-Betreiber auf Mails in seinem Kontaktformular nicht reagiere. Noch offen ist, ob einer oder mehrere betroffene Blogger rechtlich gegen den Blog-Betreiber vorgehen, wenn die "Bitten" nicht fruchten. 

Update: 
Lupe hat eine automatisierte Antwort auf sein Mail erhalten und schickte mir diesen Screenshot: 



Der Abzocker-Watch-Blog bleibt dabei: Die Hadnews-Seite ist nicht als persönliche Feedreadleser-Seite aufgemacht. Hier wird den Besuchern vorgegaukelt, es handle sich um einen Blog mit eigenständigen Beiträgen, eingestellt von (posted by) bekannten Autoren der Bloggerszene. Das Ziel von "hadnews" ist klar ersichtlich: Mit Beiträgen bekannter Blogger lassen sich Werbeplätze besser vermarkten. Angefangen bei normalen Google-Werbungen bis hin zur Banner-Werbung. Oder anderes ausgedrückt lautet das Motto von Hadnews: Dank fremdem Content Geld verdienen. So einfach ist dies. 
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Was tun, wenn man von Content-Klau betroffen ist. Ein paar Tipps dazu via Weblog ABC