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Mittwoch, 9. November 2011

Wie Unternehmen die Finanzkrise nutzen um Massenentlassungen vorzunehmen


Wie skandalös Schweizer Grossunternehmen auf die Finanzkrise reagieren, selbst wenn sie Gewinne schreiben, beschreibt Ständratskandidat und Vater der Abzockerinitiative Thomas Minder eindrücklich in einem Leserbrief in der heutigen Schaffhauser Nachrichten.

Ein Auszug:
15'000 Entlassungen in 100 Tagen 
Zwei Dinge vertragen sich volks- und betriebswirtschaftlich gar nicht: Massenentlassungen bei gleichzeitig ausbezahlten Millionengehältern auf der Teppichetage. In den  letzten 100 Tagen  haben Schweizer  Firmen  den Stellenabbau von  ca.  15'000 Jobs bekannt gegeben ("Der Sonntag", 06.11.11.). Weitere werden folgen. Alleine in der Schweiz fallen 5000 Stellen weg. Der Bund hat bekannt gegeben, dass bis Ende 2012 mit zusätzlichen ca. 40'000 Arbeitslosen zu rechnen ist. Der Druck auf die Sozialwerke wird gewaltig.Auffallend ist der neue Trend, dass sogar Firmen, welche einen Milliardengewinn ausweisen wie z.B. Novartis und CS, Massenentlassungen aussprechen. Anstatt zuerst vor der eigenen Millionen-Boni-Tür zu wischen,  wird  der  Rotstift  beim  Personal  angesetzt.  Noch  in  guter Erinnerung ist die durchschnittliche Entschädigung auf Stufe Geschäftsleitung von 7,1 Millionen bei der CS im 2008 und die 70 Millionen  für deren  Chef Brady  Dougan – wohlverstanden ausbezahlt im Debakeljahr, als die Bank 8,2 Milliarden Verlust ausweisen musste.Einmal mehr finanzieren die Arbeitnehmer der KMU die Entlassungen der Multis. Das „Hire and Fire“ ist in Vollblüte. Die Vermutung liegt nahe, dass garstige Zeiten auf die Schweizer Wirtschaft zukommen. Der starke Franken verstärkt die Situation zusehends. Einige exportierende Firmen sind in ihrer Existenz bedroht.Die Mechanismen bei den grossen, global tätigen Unternehmungen sind immer die Gleichen: Laufen die Geschäfte, so rekrutiert man günstige Mitarbeiter im Ausland. Fällt das Quartalsergebnis weniger befriedigend aus, so setzt man die Mitarbeiter auf die Strasse oder lagert die Arbeitsplätze ins Ausland aus.Es gibt eine ganz einfache Erklärung warum das so ist: Durch die Entlassungen reduzieren sich die Firmenkosten und der Jahresgewinn steigt. Die Vergütungen der Herren Vasella und Dougan sind ganz stark an dieses Jahresergebnis gekoppelt. Je höher der Gewinn, desto höher der Bonus. Oftmals ist die Maximierung des eigenen Geldbeutels die wahre Erklärung für die Massenentlassungen. Spätestens im Frühling, wenn die Topmanagement-Vergütungen fürs 2011 publiziert werden, wird diese These bestätigt. .... (auf den ganzen Text lässt sich leider nicht verlinken) 

 Die Partei der Banken und Grossunternehmen, die FDP, reagiert übrigens auf die intakten Wahlchancen von  Abzockerschreck Minder in Grossinseraten mit einer veritablen Schlammschlacht gegen den unliebsamen Kandidaten. Diese FDP-Schmutzkampagne dürfte sich allerdings für ihren eigenen Kandidaten  mit Sicherheit kontraproduktiv auswirken.

Montag, 17. Oktober 2011

General Electrics - 14 Mia Gewinn, keine Steuern

Das Wirtschaftsmagazin ECO unterhielt sich mit amerikanischen Lobbyisten, die genau aufzeigen, wie erfolgreicher Lobbyismus in amerikanischen Parlamenten abläuft. Grossunternehmen wie General Electrics zwar Millionen Gewinne einfahren, aber keine Steuern zahlen müssen. Ein Geben und nehmen. Politiker profitieren von Image- und Spendengewinnen, die Unternehmen von Steuernerleichterungen oder gar Steuererlassen. Gewinne werden in Steuerparadiese verschoben, im Inland profitiert man von Steuererleichterungen, wie zum Beispiel Apple, Google, Facebook und Co.

ECO vom 17.10.2011

Weitere interessante ECO-Sendungen via  Wirtschaftsmagazin ECO

Donnerstag, 7. Juli 2011

Finanz-, Eurokrise? War da mal was? Die Abzocker machen munter weiter

na ja, wer hätte es anders erwartet: Ethik, Moral und Anstand sind in Chefetagen und Verwaltungsräten dünn gesäht. Aktuelle Beispiele gefällig? Der Stern berichtet über die Abzockergilde: 
"Deutschlands Topmanager verdienen wieder prächtig: Durchschnittlich 4,5 Millionen Euro erhielt der Chef eines Dax-Konzerns 2010, gut 20 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009, wie aus einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hervorgeht. Bereits ein einfaches Vorstandsmitglied kassierte durchschnittlich 2,9 Millionen Euro - auch das rund ein Fünftel mehr als noch vor einem Jahr. Von solchen Einkommenssteigerungen kann der durchschnittliche Arbeitnehmer dagegen nur träumen: Laut Statistischem Bundesamt kam der nur auf ein Plus von mageren 2,2 Prozent.
Absoluter Topverdiener war mit rund 9,3 Millionen Euro VW-Chef Martin Winterkorn. Er überholte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, der 8,9 Millionen Euro kassierte. Siemens-Lenker Peter Löscher kam auf Rang drei."

Sonntag, 1. Mai 2011

Lohnschere Schweiz: Bis 238-mal mehr Lohn als Mitarbeiter

Bis 238-mal mehr Lohn als ein Mitarbeiter gibt es für Schweizer Manager. Die Lohnschere zwischen höchstem und tiefstem Lohn hat sich in Schweizer Unternehmen eher sogar noch vergrössert, wie Travail Suisse feststellte. Lohnschere im Jahr 2010:

Insbesondere das Pharma-Unternehmen Novartis tut sich einmal mehr als Negativ-Beispiel hervor, wie Travail Suisse detailliert auflistet. Kein Wunder, denn Daniel Vasella, bis 2010 CEO und seit 1999 Verwaltungsratspräsident von Novartis, zählte seit jeher zu den unverfrorensten Abzockern der Schweiz.
....
so sah es letztes Jahr aus: Lohnschere-Statistik 2009 (via Travail Suisse)
früherer Beitrag zu Novartis: Novartis: Riesige Gewinne dank Billigjobs
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Donnerstag, 10. März 2011

FIFA schüttet Abzocker-Boni aus


"Die Fifa sei nicht gewinnorientiert und verwende ihre Reserven und Mittel zur Förderung des Fussballs weltweit, steht in den Statuten des Vereins. Nun legt aber der aktuelle Finanzbericht offen, dass die Fifa Bonis auszahlt, wie man sie aus der Finanzbranche kennt."
....
FIFA schüttet Boni in Millionenhöhe aus (Videobericht via Schweizer Fernsehen)



Montag, 7. Februar 2011

Willkommen in der Dagobert Duck - Woche

Diese Woche wird bekannt, wie hoch die Boni und Löhne für Manager verschiedener Unternehmen und Banken ausfallen. Schon heute weiss man, dass sie wieder deutlich ansteigen werden, es aber mehrheitlich eine Verlagerung zu höheren Fixlöhnen geben wird, um der öffentlichen Empörung über überrissene Boni auszuweichen. Bei der Grossbank CS sollen die Fixlöhne um 2/3 ansteigen. Wir informieren sie fortlaufend.

Boni und Abzockerlöhne fliessen wieder, wie vor der Finanzkrise
Gewisse Abstriche müssen Banker allerdings eingehen. Boni werden oft nicht mehr sofort ausbezahlt und an Erfolgsfaktoren gekoppelt. Trotzdem müssen sie nicht darben, wie eine kurze Vorschau auf die Boni-Veröffentlichungen der aktuellen Sonntagszeitung zeigt:
"... ihre Brötchengeber halten sie mit unterschiedlichen Strategien bei Laune. Die UBS setzt auf hohe Fixlöhne. Diese stiegen von 2007 bis 2009 gemäss Geschäftsbericht um zwei Drittel. Statt wie vor der Krise 90 000 Franken erhielt jeder UBSAngestellte 150 000 Franken fix. Auch die CS hat die Fixlöhne angehoben, allerdings weniger massiv. 2009 verdiente jeder CS-Mitarbeiter im Schnitt 135 000, «nur» 13 Prozent mehr als 2007. Umgekehrt sieht der Befund bei den Boni aus. Die CS als traditionelle Unternehmerbank beglückt ihre Kader und Mitarbeiter mit einem spürbar höheren variablen Anteil.
2007 zahlte sie im Schnitt Boni von 180 000. Nach einer im Herbst 2009 beschlossenen Systemanpassung sank der Bonus auf 144 000 Franken pro Kopf – rund ein Fünftel weniger. Damit lag der variable Anteile bei der CS immer noch um Welten höher als bei der UBS. Auch sie hatte ihr Entschädigungssystem mit relativ bescheidenen Fixlöhnen und anteilsmässig sehr hohen Boni über Bord geworfen. Betrug der durchschnittliche UBS-Bonus 2007 noch fast 150 000, sackte er zuerst auf knapp 30 000 ab und lag im letzten Jahr bei 46 000 Franken, knapp ein Drittel des CS-Betrags. Die im Vergleich zur UBS weiterhin aggressive Bonus-Politik der Credit Suisse führt dazu, dass die punkto Mitarbeiter und Marktanteil kleinere Grossbank im Schnitt deutlich höhere Löhne zahlt. 2009 lag die Gesamtentschädigung bei der CS pro Mitarbeiter bei knapp 280 000 Franken, bei der UBS waren es knapp 200 000, 30 Prozent weniger..."

Donnerstag, 30. September 2010

85 Franken für ein Kilo Kaffee - Die Abzocker der Kaffeebranche

Nestlé, sprich Nespresso, der Kaffeekapsel-Hersteller
, hat rund 1700 Patente anmelden lassen, um sein Kapselmonopol zu schützen. 

Nespresso verdient sich dumm und dämlich an den Luxus-Kapseln. Rechnet man den Preis der Kaffeemenge einer Kapsel hoch, so kommt man auf rund 85 Franken pro Kilo Kaffee. Im Kaffeehandel kriegt man vergleichbaren Arrabica das Kilo zu 5 Franken. 
Doch bereits gibt es, wie im Druckermarkt, andere Hersteller, die Kapseln verkaufen, die nur halb so teuer sind, wie jene von Nespresso, aber kompatibel zu deren Maschinen sind, wie die Schaffhauser Nachrichten berichtet: 
" ... Ethical Coffee ist nicht der einzige neue Konkurrent von Nespresso. Auch die US-Firma Sara Lee vertreibt seit dem Frühling in Frankreich Nespresso-kompatible Kaffeekapseln. Während die Casino-Kapseln dem biederen Image der Lebensmittelkette entsprechen, die sie verkauft, orientiert sich die Marke L’Or Espresso stärker am Auftritt von Nespresso – edel, exquisit, exklusiv. Eine Klubmitgliedschaft und Internetbestellungen wie bei Nespresso gibt es bei L’Or Espresso jedoch bislang nicht. Andere Wege beschreitet Ne-Cap in Spanien. Das Kleinunternehmen bietet eine Art «Nespresso für Arme» an: Es verkauft via Internet leere Plastikkapseln, die dasselbe Volumen haben wie die Behälter von Nestlé. Die Kunden öffnen den Deckel, füllen ihren eigenen Arabica ein und stecken ihn in dieNespresso-Maschine. Ob edel, bieder oder billig – Nestlé hat gar keine Freude an der neuen Konkurrenz und versucht dieser, wo es nur geht, Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Das ist nur logisch: Nestlé verdient mit Nespresso sehr viel Geld. Der Kaffee in den Luxuskapseln wird für einen Kilopreis von etwa 85 Franken verkauft – gehandelt wird hochwertiger Arabica-Kaffee für ungefähr fünf Franken pro Kilo. Die neuen Wettbewerber vermiesen Nespresso das Geschäft, zumal ihre Kapseln um einiges billiger sind. Der Casino-Espresso kostet 25 Cent pro Kapsel, also umgerechnet 33 Rappen, während Nespresso in der Schweiz 50 Rappen verlangt...."
der ganze Artikel via SN 

Dienstag, 28. September 2010

200 Banker verdienen bereits wieder mehr als 500'000 Euro

Während sich viele Deutsche darüber ereifern, dass der "Lohn" von Hartz IV - Empfängern um 5 Euro im Monat steigen soll, sahnen die Versager der Finanzkrise bereits wieder massiv ab: Rund 200 Angestellte von Versager-Banken, die vom deutschen Staat gerettet werden mussten, verdienen wieder mehr als 500'000 Euro. Dazu wurde am Wochenende noch bekannt, dass sich zwei Top-Manager der Krisenbank HRE üppige Renten-Ansprüche sichern wollten. Sogar die Union zeigt (zumindest nach aussen) Unverständnis für diese Vorgänge, wie Bild schreibt:
" ... Auch die Union reagierte mit Unverständnis auf Meldungen, wonach rund 200 Angestellte in vom Staat geretteten Banken mehr als 500 000 Euro verdienen. Unions-Finanzexperte Leo Dautzenberg (CDU) kritisierte, die Regierungsbeauftragten in den Kontrollgremien zeigten sehr viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Banker. SPD-Präsidiumsmitglied Ralf Stegner warf den Managern in der Zeitung vor, keine Schamgrenze zu haben. „Wenn sich die Bankenmanager solche Zahlungen genehmigen und im Gegenzug der Hartz-IV-Regelsatz um nur fünf Euro erhöht wird, dann fördert das die Demokratieverdrossenheit“, sagte Stegner. ..."
der ganze Artikel via Bild

Samstag, 28. August 2010

Abzocker der Woche: Nissan

1821 Franken nach Defekt eines Scheinwerferbestandteiles

Stellvertretend für diverse Autohersteller erhält Nissan unseren Abzockerpreis der Woche. Wer bei Nissan Primera einen Defekt am Vorschaltgerät eines Scheinwerfers hat, bezahlt über 1800 Franken (inkl. Montage), obwohl das Vorschaltgerät für 150 Franken im Internet zu bestellen wäre. Nissan hat, wie viele andere Autohersteller die Standardausrede bereit. Schuld ist selbstverständlich der böse Hersteller:
" ... Nissan Schweiz bestätigt dies, schiebt aber die Schuld dem Hersteller der Scheinwerfer in die Schuhe. Dieser liefere nur «das komplette Original-Bauteil». Deshalb könne beim Primera nur «die gesamte Schweinwerfereinheit ersetzt werden». Diese kostet Frank Pulfer inklusive Montage Fr. 1821.25. Das Vorschaltgerät alleine kann man im Internet für rund 150 Franken kaufen. ..."
Quelle: Konsumentenmagazin KTipp, Printausgabe

Freitag, 27. August 2010

Buchverlage zocken Schweizer ab: Eurokurs von 2.33 Franken

Ein Euro fiel heute unter die Marke von 1.30 Franken. Im Buchhandel werden diese Währungsverluste des Euros gezielt nicht weitergegeben. Ein Grossteil der Bücher kostet in der Schweiz mehr als das Doppelte des Euro-Preises, wie das Konsumentenmagazin KTipp rechnete:
" ... Dan Browns «Illuminati» wird bei Thalia und Orell Füssli zum Kurs von 1,90 umgerechnet. Goethes «Faust I» von Reclam kostet in Deutschland Euro 2.10 – bei Orell Füssli und bei Thalia Fr. 4.90. Das entspricht einem Euro-Kurs von 2,33. Orell Füssli rechnet die Taschenbuch-Bestseller von Stieg Larsson, Stephenie Meyer und Henning Mankell zu einem Kurs von 2,00 um; Thalia berechnet einen Kurs zwischen 1,70 und 1,90. «Man muss kämpfen» von Jens Voigt kostet bei Thalia Fr. 24.90 (Euro 12.–, Kurs 2,08). Günstiger rechnen Weltbild und Ex Libris. "

Donnerstag, 26. August 2010

5'000 Lohn-Millionäre zählt die kleine Schweiz

Die einen verlieren ihr Vermögen oder ihren Job während der Finanzkrise, andere profitieren. In der Schweiz hat die Zahl der Lohmillionäre in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wie der Tagesanzeiger aus dem Sonntagsblatt "Sonntag" zitiert:
" ... Die Kritiker der Abzocker erhalten neue Munition: In der Schweiz leben laut einem Bericht des «Sonntag» an die 5000 Einkommensmillionäre. Also Personen, welche die magische Grenze jährlich allein mit Lohn und Bonus überschreiten – allfällige Kapitalgewinne nicht eingerechnet. Rund 2000 Personen verdienen gar mehr als 3 Millionen Franken pro Jahr. Das hat Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), anhand neuster AHV-Daten berechnet. Die Zahl von 5000 erstaunt. Noch vor zehn Jahren hätten «nur» rund 1000 Personen ein Gehalt von einer Million oder mehr bezogen, sagt Lampart zur Zeitung «Sonntag». «Die Gruppe der Topverdiener hat sich abgesetzt. Sie waren die Profiteure letzten Jahre.» Damit sticht auch das oft gehörte Argument nicht mehr, wonach es sich bei den in der Öffentlichkeit viel gescholtenen Topverdiener nur um Ausnahmefälle handelt. «In der Zwischenzeit gibt es viele kleine Brady Dougans und Daniel Vasellas», sagt Lampart gegenüber der «Sonntag». «Zu viele.»
ganzer Tagesanzeiger-Beitrag hier 

Dienstag, 29. Juni 2010

Die Abzocker - ein Finanzberater packt aus

Buchtipp: (Auszug aus Buchbeschrieb Süddeutsche Zeitung)

Die Abzocker - ein Finanzberater packt aus
(Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2002, 240 Seiten, 19,90 Euro)

" ... Sie sind freundlich, elegant und genießen einen zweifelhaften Ruf: Vermittler, die als selbständige Handelsvertreter für Finanzdienstleister von Tür zu Tür ziehen. Sie versuchen, unter Bekannten und Verwandten Versicherungen und Fonds zu verkaufen. Auch Till Freiberg gehörte einmal zu den so genannten Strukkis. Drei Jahre versuchte er, sich im Strukturvertrieb eines Finanzdienstleisters eine Existenz aufzubauen. Herausgekommen ist dabei keine erfolgreiche Karriere als Finanzberater, sondern eine Art Abrechnung, in der der Autor unter Pseudonym die Tricks und Machenschaften der Branche beschreibt. Um das Buch zu schreiben, stieg der Autor, im Nebenberuf Journalist, aus der Branche aus. In einer Mischung aus Roman und Sachbuch schildert Freiberg am Beispiel der Hauptfigur Jürgen Brot, wie jemand in die Tretmühle eines solchen Finanzdienstleisters geraten kann. ..."

ganzer Buchbeschrieb: Buecher.de 

Montag, 28. Juni 2010

Krankenkassen-Verwaltungsrat sackt Millionen ein, finanziert durch Prämien

Die Krankenkasse KPT schüttet 54 Mio Gewinn an Verwaltungsrat, Geschäftsleitung, Delegierte und Mitarbeiter aus. Bezahlen tun dies die Versicherten mit ihrer Prämie, wie der Sonntagsblick weiss:

" ... Walter Bosch, der Präsident des Verwaltungsrats (VR) bestätigt: «Mit Ausnahme von Teilzeitangestellten besitzen alle Mitarbeiter, VR- und Geschäftsleitungsmitglieder sowie Delegierte solche Aktien.» An sie will die KPT-Holding 54 Millionen Franken ausschütten. Bezahlt haben die Aktionäre für ihr Investment lediglich gegen 3,6 Millionen Franken. Am meisten kassieren die Chefs:
  • Die sieben VR- und fünf Geschäftsleitungsmitglieder, davon ein Rentner, gehören im Schnitt je rund 2000 Aktien. Sie werden nach der Fusion um gut eine Million Franken reicher sein! Im VR sitzen SVP-Natio nalrat Simon Schenk sowie Rolf P. Jetzer und Walter Bosch. Jetzer ist VR-Präsident der Fluggesellschaft Swiss, Bosch dort sein Vize. KPT-CEO ist Christoph Bangerter. 
  • Die 22 Delegierten halten im Schnitt 300 Titel. Ergibt pro Person einen Gewinn von 170000 Franken. In diesem Gremium sitzt auch der Luzerner SP-Kantonsrat Giorgio Pardini, Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation. Er halte weniger als 200 Aktien, sagt er. Weitere Mitglieder sind Hugo Gerber, Ex-Präsident der Gewerkschaft Transfair, der Basler Ex-Regierungsrat Hans Martin Tschudi, Beat Kempter vom Verkehrs-Club der Schweiz und Bundesbeamte. 
  • Den 347 Angestellten verbleiben 33 Millionen vom Reibach. Gewinn pro Person: 95000 Franken. Bosch bezieht keine Stellung zu diesen Zahlen: «Es lag nicht an uns, über den Preis der Aktie zu entscheiden. Die Bewertung überprüfte eine von der KPT völlig unabhängige Investmentbank.» Lanciert hat das Abzock-Programm der frühere KPT-Chef Roland Schaer. 2006 gründete er die Mitarbeiterstiftung, die neun Prozent der Aktien der KPT Versicherungen AG übernahm. 80 Prozent aller KPT-Kunden sind auch zusatzversichert. FDP-Ständerätin Christine Egerszegi kritisiert: «Verteilt werden deren Prämiengelder» (siehe Box rechts). ..." 
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ganzer Bericht via Sonntagsblick
Kommentar dazu im gleichen Blatt: 1500% Rendite

Dienstag, 22. Juni 2010

Schweiz: Lohnschere öffnet sich weiter (Schweizer Abzocker 2009 - die Liste)

Travaille Suisse hat eine umfangreiche Statistik über die Schweizer Abzocker verfasst. Wer verdiente wie viel und wie verhält sich ihr Lohn im Verhältnis zum tiefsten Lohn derselben Firma. Führend dabei die Top-Shots der Grossbanken Credit Suisse und UBS. Fazit: Die Schere zwischen hohen und tiefen Löhnen tut sich in der Schweiz weiter auf, trotz Finanzkrise. Dass insbesondere bei den Mitverursachern der Finanzkrise die Löhne am höchsten sind, am meisten wuchsen, ist noch stossender.

Rang, Unternehmen, Person, Funktion, Höchstlohn, Tiefstlohn, Lohnschere

1 Credit Suisse Brady W. Dougan CEO 90.590 Mio, 0.050 Mio, 1 : 1'812
2 Novartis Daniel Vasella CEO und VR-Präsident, 43.596 Mio,  0.058 Mio, 1 : 752
3 Walter Berchtold CS CEO Private Banking 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Paul Calello CEO Investment Banking 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Romeo Cerutti General Counsel 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Renato Fassbind CFO 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Tobias Guldimann CRO 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Karl Landert CIO 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Hans-Ulrich Meister CEO CS  23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470
3 Credit Suisse Kai S. Nargolwala CEO CS 23.515 Mio, 0.050 Mio, 1 : 470

... gefolgt von 3 weiteren Credit Suisse und 9 UBS Bankern

Ganze Liste und weitere Statistiken via: Travaille Suisse (Statistiken)
umfassende Infos und Kommentare zur Studie via Travaille Suisse (Hintergrundinfos)


Mittwoch, 16. Juni 2010

Kilo Bananen für 126 Franken

Würden sie so viel für ein Kilo Bananen zahlen? Die Jungsozialisten der Schweiz sammeln momentan Unterschriften für die Intitiative 1:12 (die höchsten Löhne einer Firma dürften höchstens 12 mal so hoch sein, wie die tiefsten Löhne derselben Firma). Mit dem Preis von 126 Franken für ein Kilo Bananen wollte die Juso aufzeigen, was die momentane Lohnschere von 1:70 bedeuten könnte. "zofingenregional" dazu:
" ... Letzten Samstag hat die Juso Aargau im Rahmen des Nationalen Sammeltages für die 1:12 Initiative gesammelt. In Zofingen am Wochenmarkt wurde auch gesammelt aber nicht einfach so: Mit ganz schön linken Preisen, wie etwa 126 Franken für ein Kilo Bananen, wurde auf die Wichtigkeit der 1:12 Initiative hinweisen.Denn diese hohen Preise symbolisieren den momentanen Durchschnitt der Lohnscheren, welcher bei 1:70 liegt. So waren nicht wenige Passanten verduzt stehen geblieben, als ihnen Gemüse für diese hohen Preise angeboten wurde. Doch nach kurzer Erholung und mit Argumenten, wurden sie von den Jungsozialisten überzeugt ihre Unterschrift für die 1:12 Initiative zu geben. Am Ende des Morgens wurde zwar nichts verkauft, aber es kamen 120 Unterschriften zusammen. Aus Sicht der JUSO: Ein weiterer Schritt gegen die Abzocker, welche mit ihren Verhalten und exzessiver Lohnpolitik alles andere als gerechte Löhne schaffen. ..."
foto via stadtblog

Dienstag, 15. Juni 2010

Sammelklagen gegen Abzocker sind möglich

Können wir in Deutschland, der Schweiz oder Österreich Sammelklagen gegen Abzocker lancieren? Nicht wie in den USA, aber mit einem kleinen Kniff und einer Umbenennung sollte es gehen, meint die Webseite "Verbraucherinformationen":
" ... Ganz egal, auf welche Abofallenseiten der Nutzlosbranche sie reingefallen sind: Entgegen der irrigen, landläufigen Meinung gibt es in der deutschen, schweizerischen und österreichischenRechtsprechung keine sogenannte “Sammelklage“. So etwas gibt es nur in den USA, dort als sog. “class-action-suit” bekannt.
Weil aber derartige Urteile wegen der hohen Publikumswirksamkeit besonders gern auch in deutschen Medien zitiert werden, entsteht die irrige Meinung, eine Sammelklage sei auch nach deutschem Recht möglich.
Aber: Mit einem kleinen Umweg sind auch in Deutschland “Sammelklagen” oder besser gesagt (Verbandsklagen) vermeiden wir hier das Wort “Sammelklage“, weil es die ja im deutschen Rechtsystem nicht gibt) möglich.
Merke: Verbands oder Vereinsklagen sind keine (us-amerikanischen) Sammelklagen, wie sie diese aus diversen amerikanischen Gerichtsserien oder Filmen kennen. ..."
Der ganze Artikel via Verbraucherinformationen, Tipps und Rat

Montag, 14. Juni 2010

Schweiz: Die Woche der Banken- und Abzocker-Entscheide

Ab heute Montag fallen im Schweizer Parlament wichtige Entscheide über die Zukunft der UBS, der Bonibesteuerung und der möglichen Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission. Leider scheinen wieder alle bürgerlichen Wähler geschlossen für Wirtschaft, Banken und Abzocker zu stimmen. Heidi Barathieu hat Links zum Thema gesammelt und einen Kommentar zur ganzen Entwicklung verfasst:

"Mein Kommentar: ein typisch schweizerisches Problem besteht darin, dass die Wähler sich halt lieber mit den Bürgerlichen identifizieren und diese somit regelmässig wieder an die Macht bringen, im kindlichen Glauben, durch diese phantasmatische Identifikation auch dazuzugehören.
Sich selber Zukunft erträumen durch Identifikation mit Leuten, welche unsere schweren Jungs schützen: ich nenne das Realitätsverleugnung
."

gefunden via Heidi Barathieu

Freitag, 11. Juni 2010

Die grössten Abzocker der Geschichte - die Herren der Schröpfung


Richard Madoff hinterzog 65 Milliarden

Jerome Kerviel steht momentan vor Gericht: Er soll an der Börse 5 Milliarden Euro verzockt haben. Andere haben deutlich grössere Beträge ergaunert – sie sind die "Herren der Schröpfung", wie "20 Minuten" schreibt. In einer Bildergalerie erläutert uns die Zeitung, wie die Herren Maddoff, Leeson, Cornfeld, Milken, Ebbers, Lay, Boesky, Calvi und Co die Menschheit abzockte und betrog:
Wer sich nochmals zu Gemüte führen will, wie es zur Überführung von Madoff kam, sollte sich diese Diashow anschauen:

Freitag, 4. Juni 2010

Internet-Abzocke: Mahnschreiben an Tote

Dubiose Firmen, die sich teilweise als Verbraucherschutz-Firma ausgeben oder Mahnschreiben an Tote richten, haben Hochkonjunktur, wie die Verbraucherzentrale Tübingen warnt. Die Webseite "Freies Wort" schreibt dazu:
"... Nicht nur die Eisenacher Firma, auch zahlreiche andere Abzocker nutzen die Masche - ob nun Kochrezepte, Software-Downloads, Hausaufgabenhilfe, Gartentipps, Liedtexte oder Grußkarten angeboten werden. Generell gilt deshalb die Empfehlung, keine Adress- oder andere persönliche Daten einzugeben, wenn man sich nicht vor versteckten Kosten sicher ist. Vor allem Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder beim Surfen im Netz nicht unbeabsichtigt irgendwelche Verträge abschließen.
Selbst mit dem guten Namen der Verbraucherzentralen versuchen zwielichtige Anbieter abzukassieren. Unter Namen wie "Verbraucherschutz" oder "Verbraucherschutz24" etwa bieten sie einen angeblichen Schutz vor unerlaubten Werbeanrufen. Wem diese lästig seien, der könne sich - gegen entsprechendes Salär - in einer Sperrliste eintragen lassen. Ungeachtet der Frage, wie das überhaupt funktionieren soll, bleibt die Tatsache, dass solche Anrufe sowieso nicht zulässig sind und Betroffene ohne Kosten entsprechende Beschwerden bei der Bundesnetzagentur einlegen können.
Ganz perfide wird es jedoch, wenn Mahnungen, wie in einem jüngsten Fall aus Suhl, gar an Tote gehen. Wo deren Daten her stammen, lässt sich nur raten. Zwar sieht die Verbraucherzentrale keine Indizien dafür, dass hier gezielt mit Daten von Toten - etwa aus Traueranzeigen - gearbeitet wurde, aber auch der Verdacht, dass einfach Daten irgendwoher gekauft wurden, die wohl nicht mehr ganz "frisch" waren, wiegt schwer genug.  ..."
der ganze Artikel via "Freies Wort"
umfangreiche Liste von Internetabzockern: 500 Abofallen im Internet

Montag, 31. Mai 2010

Die Gattung (Investment-) Banker

Die Sonntagszeitung widmete der Gattung Banker unter dem Titel "Die Jünger des schnellesn Geldes" ein ganzes Fokus-Special. Darin enthalten u.a. ein Interview mit Soziologin und Buchautorin Claudia Honegger über selbstsichere Banker, welche die Krise erstaunlich rasch verdaut haben. Der Titel des lesenswerten Interviews, der die Haltung von Investmentbankern wiedergebe: "Die Politiker machen sowieso, was wir wollen".
Unter dem Titel "ohne Rücksicht auf Verluste" wird geschildert, was das Investmentbanking so gefährlich macht:
" ... Was macht das Investmentbanking so gefährlich? Die kurze Antwort lautet OPM: «Other People's Money». Es bedeutet, dass Investmentbanker mit dem Geld anderer grosse, risikoreiche Wetten eingehen können, und zwar komplett gefahrlos. Möglich ist das, weil sie viele ihrer Geschäfte so kompliziert gestalten, dass Aufsichtsbehörden und Aktionäre kaum nachvollziehen können, was sie eigentlich tun, und ihre Banker deshalb kaum überwachen und zur Rechenschaft ziehen können. Geht es schief, muss der Steuerzahler einspringen, weil sonst das Finanzsystem zusammenkracht. Die Folgen dieses Geschäftsmodells sind fatal: «Ohne direkte oder indirekte Aufsicht haben die Händler und Banker jeden Grund, verrückte Geschäfte zu machen, die ihnen schnelle Gewinne und Bonuszahlungen bescheren», stellt Starökonom Nouriel Roubini fest. Der oberste Kantonalbänkler der Schweiz, Paul Nyffeler, sagte am Freitag, der Gewinn, den die Investmentbanken derzeit mit Anleihen verschuldeter Staaten mache, grenze an «Raub am Volk». Praktisch alle Experten sind sich einig: Ein Investmentbanking im bisherigen Stil ist angesichts der kleinen Gewinne für die Volkswirtschaft zu riskant. ..."
Unter dem Aufmacher "Die Jünger des schnellen Geldes" wird ebenfalls auf das neu herausgebrachte Buch «Strukturierte Verantwortungslosigkeit. Berichte aus der Bankenwelt» eingegangen:
" ... Wie kam es zur Katastrophe? Die Befragten stimmen bei den Ursachen überein: einerseits die «Gier nach immer mehr» und anderseits die Verblendung, das Vergessen der simpelsten Einsicht der Finanztheorie, dass grössere Risiken eingeht, wer höhere Renditen anstrebt. Denn alle meinten, sie hätten alles im Griff. Die stillen Stars dieses Booms waren die Mathematiker, Physiker und Informatiker, die immer komplexere Produkte austüftelten, immer raffiniertere Modelle aufbauten und ein vermeintlich immer solideres Risikomanagement ausdachten. «Man meinte plötzlich, alles, was man modelliert, tritt auch so ein», sagt ein Physiker, der bei einer deutschen Geschäftsbank als Risk Manager arbeitete. Man wollte glauben, dass es so eintreten würde, weil dies Profite verhiess, die sonst unerreichbar schienen. Dabei verstand niemand, was die Superhirne ausdachten, schon gar nicht die Chefs. Ein Business-Analyst der UBS sieht die Finanzelite als Netzwerk von Einfältigen, die sich durch keinerlei Vorsprung an Wissen, Verständnis oder Intelligenz auszeichneten: Mit etwas Glück seien gewisse Leute einfach raufgespült worden. Oben angekommen, erklärten sie sich: «Jetzt bin ich da, weil ich so gut bin.» Und die obersten Chefs erfuhren es oft gar nicht mehr, wenn die Realität nicht ins Modell passte: Sie steuerten ihre Banken so blind in den Untergang wie Erich Honecker die DDR. Verantwortlich fühlt sich in den undurchschaubaren Wertschöpfungsketten der Finanzindustrie niemand mehr: So wenig wie die Waffen schuld waren am Zweiten Weltkrieg, war eine Formel schuld an der Finanzkrise. Und niemand zieht die Konsequenzen - im Gegenteil: Wer aufwendig Ursachenanalyse betreibt, der verpasst das nächste Geschäft. Um das Geschäft, also den Deal, dreht sich alles, besonders für die Investmentbanker. Und dabei geht es nur darum, wer den anderen aussticht oder hereinlegt. Die Porträts bieten so ein Bild von Gladiatoren, die jeder für sich um die Trophäe kämpfen: «Wer das meiste Geld verdient», sagt ein deutscher Bankenberater, «der ist der Tollste und Beste.» Der Wettbewerb tobt denn auch um alles, was sich mit Geld kaufen lässt: das teuerste Outfit, die teuerste Karrosse, die teuersten Callgirls. Die Investmentbanker glaubten, sie verdienten das Geld für die Banken, ärgert sich ein promovierter Physiker, der die Produkte für sie entwickelt. Das liessen die höchstbezahlten Banker alle anderen spüren: «Wenn ich meinen Anzug von der Stange kaufe und da im Aufzug fahre mit zwei Investmentbankern, und die Investmentbanker sich dann darüber unterhalten, wie schäbig denn das aussieht.» «Es ist wie ein Spiel», erklärt eine Schweizer Brokerin mit Erfahrung in London und New York. «Wo stehe ich im Bonusgefüge? Wird gesehen, was ich leiste? Bin ich ein High Performer? Wenn Sie eine halbe Million verdienen, aber alle anderen 700 000, dann scheisst Sie diese halbe Million an.» In diesem Krieg aller gegen alle leisten die Gladiatoren totalen Einsatz mit ihrer Bereitschaft, «Nacht für Nacht diese Extrameile zu gehen», wie ein deutscher Investmentbanker sagt: «Da bricht der Freundeskreis, läuft die Freundin weg.» Deshalb halten die Banker ihre exorbitanten Saläre für völlig gerechtfertigt. Und sie vertrauen nur auf sich selbst, ohne jegliche Loyalität zu Kollegen, Kunden, Arbeitgeber. Denn sie sehen bei allen - auch bei den Kleinsparern, die ein paar Prozent mehr Rendite fordern - denselben Antrieb: die Gier. ..."
.....
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