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Sonntag, 1. Mai 2011

Lohnschere Schweiz: Bis 238-mal mehr Lohn als Mitarbeiter

Bis 238-mal mehr Lohn als ein Mitarbeiter gibt es für Schweizer Manager. Die Lohnschere zwischen höchstem und tiefstem Lohn hat sich in Schweizer Unternehmen eher sogar noch vergrössert, wie Travail Suisse feststellte. Lohnschere im Jahr 2010:

Insbesondere das Pharma-Unternehmen Novartis tut sich einmal mehr als Negativ-Beispiel hervor, wie Travail Suisse detailliert auflistet. Kein Wunder, denn Daniel Vasella, bis 2010 CEO und seit 1999 Verwaltungsratspräsident von Novartis, zählte seit jeher zu den unverfrorensten Abzockern der Schweiz.
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so sah es letztes Jahr aus: Lohnschere-Statistik 2009 (via Travail Suisse)
früherer Beitrag zu Novartis: Novartis: Riesige Gewinne dank Billigjobs
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Freitag, 11. März 2011

1210 Milliardäre weltweit

Bertarelli, gemäss Forbes
reichster Schweizer
Kaum ist die Finanzkrise vorbei, nimmt die Zahl der Milliardäre massiv zu. Auch die Schweiz weist einige aus, wie die Aargauer Zeitung berichtet:

" ... Reichster Mann der Welt bleibt der Mexikaner Carlos Slim Helú. Der 71-jährige mexikanische Telekommunikations-Unternehmer führt die am Mittwoch in den USA veröffentlichte Liste mit mehr als 74 Milliarden Dollar an.
Das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» erstellte die Liste im laufenden Jahr zum 25. Mal. Auch auf Platz zwei und drei hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert: Hinter Slim folgen der Microsoft-Gründer Bill Gates mit 56 Milliarden Dollar und der Investor Warren Buffett mit 50 Milliarden Dollar.
Reichster Schweizer ist Ernesto Bertarelli, der frühere Besitzer des Biotech-Unternehmens Serono (10 Milliarden Dollar). Er belegt den 81. Rang der Liste. 2010 hatte er - mit dem gleichen Betrag - noch den 64. Platz inne. Der nächste Schweizer auf der Liste ist auf Platz 154 Hansjörg Wyss, der mit dem Medizintechnik-Unternehmen Synthes reich geworden ist. Er wird mit 6,4 Milliarden geführt. Insgesamt nannte Forbes neun Schweizer Milliardäre und Milliardärinnen, im Vorjahr waren es es noch elf gewesen. ..."

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der ganze Artikel via Aargauer Zeitung

Dienstag, 8. Februar 2011

Das Unding der Ungenügend-Quote

UBS bestraft mit "ungenügend-Quotient" ältere Mitarbeiter
Sowohl in Staatsbetrieben, wie auch in Privatunternehmen hat sich eingebürgert, dass man bezüglich lohnwirksamer Mitarbeiterbeurteilung eine "Ungenügend-Quote" eingeführt hat. So muss z.B. bei der UBS ein Anteil Beurteilter von 10% die Qualifikation "ungenügend" erhalten. Deren 20% ein "verbesserungswürdig". Dies führt zu ungerechten und willkürlichen Entscheiden, was inzwischen auch die UBS realisiert hat, wie ein Beitrag der Sonntagszeitung aufzeigt. Ein Ausschnitt daraus:
"... Seit einem Vierteljahrhundert steht der Mann in Diensten der UBS. Die Qualifikationen fielen stets gut aus, die Vorgesetzten waren zufrieden, die Kunden ebenfalls. Daran hat sich auch im zweitletzten Jahr vor der Pensionierung nichts geändert. Der Angestellte erhielt fast durchwegs gute Noten. Dennoch war das Fazit im neu eingeführten UBS Core Cycle vernichtend: «Ungenügend» steht am Schluss des Feedback-Berichts.Dasselbe Verdikt traf in den letzten Wochen rund 6500 UBSAngestellte. Gemäss den Vorgaben des Qualifikationssystems müssen zwingend bis zu 10 Prozent der Belegschaft als ungenügend abqualifiziert werden. Weitere 20 Prozent fallen in die Kategorie «Verbesserungswürdig».
Proteste des betroffenen Bankers beim Management Circle, der die Noten verteilt, blieben folgenlos. Sein Vorgesetzter sagte ihm geradeheraus, die Einteilung sei reine Lotterie. Man habe die vorgegebenen Quoten erfüllen müssen. Als Teilzeitpensionierter, der in einem Jahr ganz ausscheide, belaste er das Arbeitsklima weniger als ein jüngerer Angestellter mit Vollzeitpensum. ..."
ganzer Artikel der Sonntagszeitung: UBS bestraft ältere Mitarbeiter

Dienstag, 28. September 2010

200 Banker verdienen bereits wieder mehr als 500'000 Euro

Während sich viele Deutsche darüber ereifern, dass der "Lohn" von Hartz IV - Empfängern um 5 Euro im Monat steigen soll, sahnen die Versager der Finanzkrise bereits wieder massiv ab: Rund 200 Angestellte von Versager-Banken, die vom deutschen Staat gerettet werden mussten, verdienen wieder mehr als 500'000 Euro. Dazu wurde am Wochenende noch bekannt, dass sich zwei Top-Manager der Krisenbank HRE üppige Renten-Ansprüche sichern wollten. Sogar die Union zeigt (zumindest nach aussen) Unverständnis für diese Vorgänge, wie Bild schreibt:
" ... Auch die Union reagierte mit Unverständnis auf Meldungen, wonach rund 200 Angestellte in vom Staat geretteten Banken mehr als 500 000 Euro verdienen. Unions-Finanzexperte Leo Dautzenberg (CDU) kritisierte, die Regierungsbeauftragten in den Kontrollgremien zeigten sehr viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Banker. SPD-Präsidiumsmitglied Ralf Stegner warf den Managern in der Zeitung vor, keine Schamgrenze zu haben. „Wenn sich die Bankenmanager solche Zahlungen genehmigen und im Gegenzug der Hartz-IV-Regelsatz um nur fünf Euro erhöht wird, dann fördert das die Demokratieverdrossenheit“, sagte Stegner. ..."
der ganze Artikel via Bild

Donnerstag, 26. August 2010

5'000 Lohn-Millionäre zählt die kleine Schweiz

Die einen verlieren ihr Vermögen oder ihren Job während der Finanzkrise, andere profitieren. In der Schweiz hat die Zahl der Lohmillionäre in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wie der Tagesanzeiger aus dem Sonntagsblatt "Sonntag" zitiert:
" ... Die Kritiker der Abzocker erhalten neue Munition: In der Schweiz leben laut einem Bericht des «Sonntag» an die 5000 Einkommensmillionäre. Also Personen, welche die magische Grenze jährlich allein mit Lohn und Bonus überschreiten – allfällige Kapitalgewinne nicht eingerechnet. Rund 2000 Personen verdienen gar mehr als 3 Millionen Franken pro Jahr. Das hat Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), anhand neuster AHV-Daten berechnet. Die Zahl von 5000 erstaunt. Noch vor zehn Jahren hätten «nur» rund 1000 Personen ein Gehalt von einer Million oder mehr bezogen, sagt Lampart zur Zeitung «Sonntag». «Die Gruppe der Topverdiener hat sich abgesetzt. Sie waren die Profiteure letzten Jahre.» Damit sticht auch das oft gehörte Argument nicht mehr, wonach es sich bei den in der Öffentlichkeit viel gescholtenen Topverdiener nur um Ausnahmefälle handelt. «In der Zwischenzeit gibt es viele kleine Brady Dougans und Daniel Vasellas», sagt Lampart gegenüber der «Sonntag». «Zu viele.»
ganzer Tagesanzeiger-Beitrag hier 

Montag, 26. Juli 2010

13 Mio für Ex-Richemont-Chef




konzernchef platt trat ende märz aus gesundheitlichen gründen zurück

Wer Luxusgüter herstellt, der scheint selbst in schwierigeren Zeiten mit happigen Gewinnen rechnen zu können. Immerhin erzielte Norbert Platt nicht nur für sich selbst einen satten Gewinn, er erwirtschaftete auch für seine Aktionäre eine grössere Wertschöpfung, wie die Sonntagszeitung schreibt: 
"Die Liste der zehn Topverdiener der Schweiz muss angepasst werden: Mit dem jüngst online veröffentlichten Geschäftsbericht des Luxusgüterkonzerns Richemont (Cartier, IWC und andere Marken) rückt Norbert Platt weit vor: Für das zurückliegende Geschäftsjahr, das bei Richemont am 31. März endet, hat er als Konzernchef 13 Millionen Franken erhalten (9 235 495 Euro). Damit liegt Norbert Platt auf Rang 5 hinter Roche Chef Severin Schwan. Sein Rivale Nick Hayek, Konzernchef der Swatch Group, hat 5,15 Millionen Franken bezogen. Gegenüber dem Vorjahr ist Norbert Platts Gesamtvergütung fast um die Hälfte gestiegen. Der Deutsche hat aber auch gute Arbeit geleistet und für die Aktionäre eine grössere Wertschöpfung erbracht als Hayek junior. Das hat die Zürcher Beratungsfirma Hostettler & Partner in ihrem neuen CEO Rating ermittelt. ..."
Norbert Platt ist per 31. März aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Sein letzter Lohn enthält somit wohl auch ein Abschiedsgeschenk. Interessant wäre einzig noch, wie gross die Lohnschere innerhalb des Unternehmens ist. Tiefster Lohn zu höchstem Lohn.

Freitag, 30. April 2010

Der Wert der Arbeit im Verhältnis zum Lohn

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Credit Suisse - Chef Brady Dougan verdiente 2009 alles in allem rund 90 Mio Schweizer Franken, 720 Mal so viel, wie eine Putzfrau. 


Heute wird an der Generalversammlung der CS über diese Boniregelungen hart diskutiert. "Work" nimmt diesen Anlass als Gelegenheit, mal ganz allgemein über den Wert der Arbeit zu schreiben. Dazu beschreibt die Gewerkschaftszeitung noch die Ergebnisse einer Methode, die den Wert der Arbeit im Vergleich zum Lohn berechnet und misst:
" ... Leistung und Lohn – auf den ersten Blick scheint der Zusammenhang selbstverständlich: Den Beschäftigten wird der Einsatz von Hirn und Muskeln und die Führung von Maschinen und Menschen mit einem bestimmten Lohn abgegolten.
Warum aber werden die Leistungen so unterschiedlich bewertet? Leistet der Elektriker so viel weniger als der Maurer, dass er am Monatsende (laut «Lohnbuch 2010») einen Tausender weniger hat? Warum bekommt ein Radiomoderator für sein Geplapper fast doppelt so viel wie eine Flight- Attendant, die dreisprachig eine Horde genervter Passagiere bei Laune halten muss? Pfarrer und Gewerkschaftssekretär verdienen in etwa gleich viel. Ok. Aber warum muss eine Pferdepflegerin 10 Stunden länger arbeiten, um am Monatsende nicht mal die Hälfte des Pfarrerslohns auf dem Konto zu haben? Rätsel über Rätsel.
Sind die Finanzjongleure mit ihren Millionenlöhnen also besonders wertvoll für die Allgemeinheit? Diese Vorstellung hat den linken britischen Think-Tank New Economics Foundation (NEF) nicht ruhen lassen. Sein Motto lautet: «Wirtschaftswissenschaft für eine Welt, in der die Menschen und der Planet zählen.» Die NEF-Leute entwickelten deshalb eine Methode, bei der das jeweilige Einkommen den sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen der Berufsausübung gegenübergestellt wird. So wollen sie den Wert bestimmen, der in einzelnen Berufen der Gesellschaft gegeben beziehungsweise genommen wird. Dass Banker heutzutage in dieser Betrachtung ganz schlecht abschneiden, kann nicht überraschen. Bei unanständig hohen Löhnen trieben sie das Weltfinanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs. Die Steuerzahlerinnen und -zahler mussten Milliardensummen zur Rettung der Finanzmärkte aufbringen. Die Banker haben damit ungleich mehr Gemeinschaftsvermögen vernichtet, als sie geschaffen haben. Die NEF-Ökonomen glauben, das genau berechnen zu können. Bei Löhnen zwischen rund 830000 und 16,6 Millionen Franken sollen die britischen Banker für jeden verdienten Franken 7 Franken Wert vernichtet haben. ..."
der ganze Artikel via Work

Samstag, 10. April 2010

Arbeiterwohlfahrt zockt mit 1-Euro-Jobs ab

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1.50 Euro die Stunde den Arbeitern bezahlen, 9.20 Euro von den Kunden einkassieren, ein tolles Geschäft für AWO.

Dass Banker und Verwaltungsräte abzocken, das weiss unterdessen jedes Kind. Dass aber auch gemeinnützige Unternehmen wie die AWO (Arbeiterwohlfahrt) dabei nicht hinten an stehen, ist eher neu. RP-Online schreibt dazu:
" ... Sie kümmern sich um ältere und behinderte Menschen. Sie lesen ihnen vor, begleiten sie bei Spaziergängen oder erledigen kleinere Besorgungen. 30 Harz-IV-Empfänger beschäftigt die AWO für diese Aufgaben und zahlt ihnen dafür 1,50 Euro pro Stunde. Daran hatte bis jetzt auch niemand etwas auszusetzen.

Einige der so genannten Ein-Euro-Jobber sollen auch für Putzdienste eingeteilt worden sein. Das stieß und stößt bei vielen gleich zweifach auf. Erstens: Für Reinigungs- und Hauswirtschaftsarbeiten findet man auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Und laut Gesetz dürfen Ein-Euro-Jobs keine regulären Stellen vom Arbeitsmarkt verdrängen. Zweitens: Während die Awo-Beschäftigten für ihre Putztätigkeit 1,50 Euro pro Stunde erhielten, soll das Sozialunternehmen seinen Kunden 9,20 in Rechnung gestellt haben."
Dem Vorwurf, hier Abzockerei zu betreiben, entgegnet Uwe Bohlen, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes:
"Wir haben keine Gewinne damit gemacht." Die Einnahmen bei den gelegentlichen Putzdiensten von Hartz-IV-Empfängern flössen in die Gesamtkalkulation. Die sei bei der Arge bekannt und habe bisher nie zu Beanstandungen geführt.
Die AWO ist bei weitem nicht der einzige Wohlfahrtsverband, der mit 1-Euro-Jobs wirtschaftet.
Der letzten Aussage von Frau Bühler bleibt eigentlich nichts anzufügen.
" ... Sylvia Bühler, bei der Gewerkschaft Verdi zuständig für das Sozial- und Gesundheitswesen, sagt, dass es bei allen Verbänden Gliederungen gebe, deren Verhalten gegenüber den Mitarbeitern nicht zu den Grundsätzen eines Wohlfahrts- und Sozialverbandes passe – egal ob Awo, DRK, Caritas oder Diakonie. Sylvia Bühler: "Ein-Euro-Jobs vernichten reguläre Arbeitsplätze und gehören endlich abgeschafft."
mehr dazu via RP-online

Donnerstag, 8. April 2010

Hohe Boni bewirken schlechtere Arbeit

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Eine interessante neue Studie zeigt, dass in Aussicht gestellte hohe Boni die Leistung des betreffenden Angestellten negativ beeinflussen. Er erledigt seinen Job schlechter, als sonst.

Ausschnitt aus der erwähnten Studie der "Frankfurt School of Finance & Management":

"... have shown experimentally that large stakes may lead to big mistakes; a phenomenon well known by psychologists that is referred to as choking under pressure. Sometimes, large stakes are implied by the situation itself (and hence cannot be avoided), and most readers will remember opportunities in their personal life they have spoiled due to choking under pressure."
Die Wirtschaftswoche über diese Studie:
"... hohe Boni dominieren die Verträge zwischen Großunternehmen und den von ihnen engagierten Top-Führungskräften. Dabei ist diese Gehaltspraxis durch die Finanzkrise in Verruf geraten. Der Vorwurf: Getrieben von Bonus-Gier haben vor allem Banker mit riskanten Geschäften Milliarden in den Sand gesetzt. Sprechen da etwa neidische Leistungsverweigerer und selbstgenügsame Moralprediger? Nein, nicht nur, denn die Kritik an Bonus-Modellen ist auch aus ökonomischer Sicht berechtigt. Das zeigt eine aktuelle Studie. In Erwartung hoher Boni bringen variabel vergütete Mitarbeiter oft schlechtere Leistung, stellen Christina Bannier und Eberhard Feess fest. Grund ist ein von den Studienautoren als „Choking under pressure“ bezeichnetes Phänomen: Das Risiko, im Falle eines Misserfolgs leer auszugehen, mache die potentiellen Boni-Empfänger nervös."
Quellen:
When high-powered incentive contracts reduce performanc.pdf (studie)
Wirtschaftswoche (bericht v. wiwo.de)
gefunden via kleines nachtbüchlein

Dienstag, 6. April 2010

Novartis: Riesen Gewinne und hohe Boni dank Billigjobs

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Der Chemieriese Novartis fährt Jahr für Jahr hohe Gewinne ein. Novartis-Chef Daniel Vasella verdient Jahr für Jahr an die 40 Mio Schweizer Franken (siehe Grafik aus der SZ unten). Sparen muss das gemeine Fussvolk. Novartis baut Feststellen ab und ersetzt sie durch Zeitarbeiter,

Sonntagsblick dazu:
Patricia Huber (30, Name geändert) hatte sich die Stelle bei dem Basler Pharmariesen so gewünscht. Doch Novartis lehnte ihre Bewerbung ab. Kurz darauf erhielt sie den Job doch noch, die Temporärfirma Kelly offerierte ihr die Stelle als Maschinenführerin im Werk Stein. Man versprach mir, mich nach zwei Monaten fest zu übernehmen», erzählt die junge Frau. Heute, zweieinhalb Jahre später, arbeitet Patricia Huber immer noch als Temporäre – an derselben Stelle: «Ich fühle mich betrogen.»
Dies wirkt sich auf den Verdienst aus:
" ...Als Zeitarbeiterin verdient Huber 27 Franken pro Stunde, Ferienanteil inbegriffen. Rita Walde (53), seit zehn Jahren Präsidentin der Personalvertretung im Novartis-Werk Stein, schätzt, dass derselbe Job einer Festangestellten 35 Franken bringen würde, plus gut zehn Prozent Bonus. Verlust für Particia Huber: etwa 40 Prozent! ..."
Rita Walde, langjährige Präsidentin der Personalvertretung kennt die Hintergründe:
"Je nach Auftragslage arbeiten bei uns bis zu 200 Temporäre", erklärt Walde. Viele bleiben über längere Zeit. «Nach drei Jahren müssten sie fest übernommen werden. Meist wird ihnen aber kurz vorher gekündigt», bedauert die Personalvertreterin.
Wie wäre es, sehr geehrter Herr Vasella, wenn sie sich selbst kündigen und sich danach zum Stundenlohn eines Zeitarbeiters einstellen?
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Ganzer Bericht via: Blick

Sonntag, 4. April 2010

25 Hedgefonds-Manager verdienten 25 Mia Dollar

Sie reiten Unternehmen ohne eigenes Risiko in den Ruin und verdienen im Folgejahr wieder Millionen oder Milliarden: Sodom und Gomorrha im Investment- und Hedgefonds-Banking.

Wie die Zeitschrift "AR, Absolut Return + Alpha" (Link unten) schreibt, verdienten die 25 Topverdienenden unter den Hedgefonds-Manager letztes Jahr zusammen 25 Mia Dollar. Sie schafften es damit, den Rekord aus dem Jahre 2007 sogar noch zu verbessern, obwohl 2009 ein Krisenjahr war.
Die erwähnte Webseite ermöglicht Usern, die sich registrieren, einen Einblick in die aktuelle "2009 Hedge Fund Rich List".  Da ich für die Gratis-Registration zu viele persönliche Daten hätte eingeben müssen, verzichtete ich darauf.
Den Kaiser dieser Hedgefonds-Abzocker stellten wir Ihnen gestern bereits vor: David Tepper, 4 Mia Bonus, was, wie Lupe, der Satire-Blog berechnete, einen satten Stundenlohn von 2 Mio Dollar ergibt.

mehr dazu via AR

Sonntag, 28. März 2010

Abzocker der Woche: Credit Suisse Chef Dougan

CS-Chef Brady Dougan hat gut lachen: 60 Mio Bonus winkt

Wie die NZZ am Sonntag schreibt winke dem CS-Chef Brady Dougan ein Bonus von 60 Mio Franken. Dies das Ergebnis aus einem unter Oswald Grübel (damals CS-Chef, heut UBS-Chef) ausgearbeiteten mehrjährigen Bonus-Programm.

Dougan kassierte 2009 PR-gerecht "nur" einen Lohn von 1 Million Schweizer Franken, darf aber mit einem neuen Bonus von 18 Mio rechnen. Aus dem Bonusprogramm, das bereits seit 6 Jahren läuft werden weitere Millionen folgen:
In der Printausgabe erläutert die NZZ weiter, dass Dougan «allein über 60 Millionen Franken aus dem Bonus-Programm lösen» wird. Bisher sei «nur von 35 Millionen Franken» die Rede gewesen.
die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die CS auch in den nächsten Wochen in den Schlagzeilen bleibt: Nächsten Donnerstag wird die Bank ihren Geschäftsbericht veröffentlichen, in dem sie aufschlüsselt, wer vom Führungsgremium wie viel aus dem 6,8-Mrd.-Fr.-Bonustopf erhält. CS-Chef Brady Dougan dürfte eine Gesamtentschädigung von mehr als 15 Mio. Fr. erhalten. Damit nicht genug: Ein paar Tage später wird die Bank bekanntgeben, wie gross der zusätzliche Geldsegen aus einem fünf Jahre alten Bonusprogramm namens PIP für die Führungsriege sein wird. Daraus dürften Dougan mindestens 30 Mio. Fr. zufliessen.
Nachtrag vom 2. April 2010: Kommentatoren machten mich darauf aufmerksam, das Dougan inzwischen sogar 71 Mio verdiente, dank sinkender Kurse. Unglaublich aber wahr. Der Dagobert vom Paradeplatz titelte dazu 20minuten

via NZZ am Sonntag
via Tagesschau Schweizer Fernsehen

Donnerstag, 25. März 2010

Credit Suisse, der Abzocker-Generator

11.4  Mio Franken im Durchschnitt verdient jedes CS-Konzernleitungsmitglied. Die Lohnsumme ist sogar doppelt so hoch, wie bei der UBS.
Ist den Bankern und Verwaltungsräten von Banken eigentlich nicht mehr zu helfen? Was muss noch passieren, bevor den Abzockern in den Bankenetagen ein Licht aufgeht? Gegen Moral und Ethik scheinen die sogenannten Top-Banker imprägniert. Am meisten verdient einmal mehr der CS-Konzernchef, wie das Schweizer Radio DRS berichtet:
Top-Verdiener ist Konzernchef Brady Dougan, auf den neben einem Grundsalär von 1,3 Millionen Franken ein Bonus von 17,9 Millionen Franken wartet. Damit verdient Dougan über 16 Millionen mehr als noch vor einem Jahr, aber gut drei Millionen weniger als im Jahr vor Ausbruch der Krise. Dougan schneidet mit diesem Lohn besser ab als Josef Ackermann von der Deutschen Bank, der mit einem Verdienst von 9,6 Millionen Euro als Spitzenverdiener unter Deutschlands Top-Managern gilt. Mit der Lohnsumme für das Top-Management übertrifft die CS auch ihre Schweizer Konkurrentin UBS, die an ihre obersten Chefs für das abgelaufene Geschäftsjahr knapp 69 Millionen ausbezahlt und zudem noch etwa 40 Millionen Franken an ehemalige Management-Mitglieder überweist.
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der ganze Artikel via Radio DRS 18 Mio Bonus für CS-Chef Dougan

Freitag, 12. März 2010

Studie: Boni für Eigenmotivation nicht massgebend

Ist die Wirkung von Boni ein Mythos? Eine Studie der Rotterdam School of Management zeige dies.
Gemäss der Studie (März 2010), beurteilen Topmanager erfolgsorientierte Bezahlung als nicht relevant für die Eigenmotivation. Die School of Management, Erasmus University (RSM) ist unter den Top 10 der europäischen Business Schools gelistet. Ihr internationales Renommee verdankt sie ihrer bahnbrechenden Forschung in nachhaltigem Management:
"Im Rahmen seiner Studie befragte De Cremer 15 niederländische Topmanager nach der Bedeutung von Bonuszahlungen für ihre Eigenmotivation. Gleichzeitig sollten sie die Bedeutung von Boni für ihre Kollegen einschätzen. Die Ergebnisse sind deutlich: Alle befragten Topmanager glaubten, dass Boni für ihre Kollegen wichtiger seien, als für sich selbst. Hat das Bonussystem im Finanzsektor also tatsächlich den Stellenwert, der ihm beigemessen wird? Würde die Eigenmotivation von Topmanagern wirklich durch das Fehlen von Bonuszahlungen untergraben?"
Mehr dazu via offenes-presseportal.de