Sonntag, 21. Februar 2010

UBS-Löhne höher denn je

Die UBS, die mit 68 Milliarden Franken an staatlicher Unterstützung gerettet werden musste, zahlt ihren Managern und Investmentbankern bereits wieder horrende Fixlöhne. Die Gesamteinkommen (Löhne inkl. Boni) sind 2010 höher denn je, wie die heutige Sonntagszeitung weiss:
"2007, als die Krise anfing, bezahlte die UBS im Investment­banking im Schnitt 475 000 Franken, inklusive Hilfspersonal und sämtlicher Boni. Nun beträgt der Grundlohn bereits 500 000 Fran­ken – Boni kommen noch hinzu."
gemäss Angaben aus dem UBS-Geschäftsbericht

Dank den exzessiven Fixlöhnen können die Banken ihren angeblichen Top-Bankern weiterhin Abzocker-Einkommen garantieren. Denn nur durch die massiv erhöhten Fixlöhne können die Grossbanken die politische Bonus­-Barriere umgehen. Auch die Spezialsteuer in Lon­don verpufft auf diese Weise wirkungslos ins Leere. Das Lohnniveau im Investmentbanking zeigt nun bereits wieder nach oben.
Auch im Inland erhalten die UBS-Banker teils massive Lohnerhöhungen, wie die Sonntagszeitung weiter berichtet:
"Auch in der Schweiz vergoldet die Bank ihre Leute. Ein UBS­ Analyst wollte letzten Sommer für knapp 200 000 Franken fix zur Konkurrenz wechseln, berichtet ein Zürcher Banker. Vor dem Handshake kam die Absage: Die UBS hatte sein Fixsalär um 50 Pro­ zent auf 300 000 Franken erhöht. In der Vermögensverwaltung erhielten die 28 000 UBS­-Mitar­beiter letztes Jahr im Schnitt 189 000 Franken, 15 000 mehr als ein Jahr zuvor. Auch hier zeigen die Fixlöhne nach oben. Die Stra­tegie ist riskant. Im nächsten Ab­schwung droht ein hoher Fix­kostenblock, der nur über Zeit erschwindet."
Quelle: Sonntagszeitung, 21. Februar, Printausgabe

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