Sonntag, 30. Mai 2010

Ein Buch veröffentlichen? Abzockerverlage könnten dich linken

immer wieder liest man an messen oder in zeitschriften von sogenannten dienstleistungsanbietern, die autoren suchen. allerdings muss man danach mit einstandskosten von gegen 30'000 euro rechnen. jörg dörnemann meint in seinem blog, dass das digitale zeitalter das ende jener abzocker sein könnte:
"Nicht mehr brandaktuell, aber immer noch wunderbar entlarvend ist dazu die „Rico Beutlich“-Aktion der Gruppe „42erAutoren“. Da erhielt letztes Jahr ein fiktiver Dilettant für ein Schwachsinns-Manuskript begeisterte Antwortbriefe verschiedener „Dienstleistungsverlage“, die ihm mitteilen, wie glücklich er sich schätzen könne, dass man sein Werk ins Programm nehme – gegen Vorauszahlungen von bis zu 30.000 Euro! Im Detail beschrieben ist die Aktion u.a. bei Spiegel Online. Auch das Schweizer Fernsehenberichtete vor einigen Wochen über „Das fiese Geschäft mit Jung-Autoren“. Dank Digitaldruck gibt es keinen Grund mehr, „Dienstleistungsverlage“ fürs Investieren zu bezahlen. Autoren, die es in die Öffentlichkeit drängt, werden seit Jahren mit den obskursten Begründungen abgezockt. Unter anderem werden „Druckkostenzuschüsse“ erhoben, die vielfach so hoch sind, dass Sie eigentlich Overhead- oder Protz-Büro-Zuschüsse heißen müssten. Dass Verlage auch 2010 noch mit Vorab-Investitionen in die Kleinauflagen-Produktion argumentieren, ist indes überhaupt nicht nachvollziehbar. Heute kann man in Top-Qualität ab Auflage 1 drucken – zu Preisen, die viele immer noch sehr überraschen. Wenn per „Print-on-Demand“ nur nach Bedarf gedruckt wird, sparen sich Autoren nicht nur die Vorabinvestitionen, sondern auch die Lagerung der Mindestabnahmemenge."
im web sei jeder autor sein bester vermarkter, dörnemann weiter. der ganze artikel via buchreport-blog

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