Donnerstag, 8. April 2010

Hohe Boni bewirken schlechtere Arbeit

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Eine interessante neue Studie zeigt, dass in Aussicht gestellte hohe Boni die Leistung des betreffenden Angestellten negativ beeinflussen. Er erledigt seinen Job schlechter, als sonst.

Ausschnitt aus der erwähnten Studie der "Frankfurt School of Finance & Management":

"... have shown experimentally that large stakes may lead to big mistakes; a phenomenon well known by psychologists that is referred to as choking under pressure. Sometimes, large stakes are implied by the situation itself (and hence cannot be avoided), and most readers will remember opportunities in their personal life they have spoiled due to choking under pressure."
Die Wirtschaftswoche über diese Studie:
"... hohe Boni dominieren die Verträge zwischen Großunternehmen und den von ihnen engagierten Top-Führungskräften. Dabei ist diese Gehaltspraxis durch die Finanzkrise in Verruf geraten. Der Vorwurf: Getrieben von Bonus-Gier haben vor allem Banker mit riskanten Geschäften Milliarden in den Sand gesetzt. Sprechen da etwa neidische Leistungsverweigerer und selbstgenügsame Moralprediger? Nein, nicht nur, denn die Kritik an Bonus-Modellen ist auch aus ökonomischer Sicht berechtigt. Das zeigt eine aktuelle Studie. In Erwartung hoher Boni bringen variabel vergütete Mitarbeiter oft schlechtere Leistung, stellen Christina Bannier und Eberhard Feess fest. Grund ist ein von den Studienautoren als „Choking under pressure“ bezeichnetes Phänomen: Das Risiko, im Falle eines Misserfolgs leer auszugehen, mache die potentiellen Boni-Empfänger nervös."
Quellen:
When high-powered incentive contracts reduce performanc.pdf (studie)
Wirtschaftswoche (bericht v. wiwo.de)
gefunden via kleines nachtbüchlein

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