Dienstag, 13. April 2010

UBS: 323 Jahre arbeiten für Grübels Jahreslohn

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Wie viele Jahre muss der am wenigsten verdienende Angestellte einer Firma arbeiten, bis er den Jahreslohn des Topverdieners erarbeitet hat?

Momentan wird in der Schweiz für eine Initiative der Juso (Jungsozialisten) Unterschriften gesammelt. Die Juso will mit der Volksintiative "1:12" erreichen, dass in einem Unternehmen, der höchste Lohn höchsten 12 mal so hoch sein darf, wie der Jahreslohn jenes Firmenangestellten, der in demselben Betrieb am wenigsten verdient. Bislang ist ein Drittel, der zu sammelnden Unterschriften beisammen. Unterschriftenbögen können hier bezogen oder heruntergeladen werden: 1:12 Initiative der Juso

Die Sonntagszeitung (Printausgabe) meinte dazu:
" ... Obwohl Mässigung angesagt wäre, hat der UBS­-Verwaltungs­ rat dem Management traumhafte Vergütungen durchgehen lassen. Auf der anderen Seite gingen 12 500 Jobs verloren. Die Lohnschere hat sich extrem geöffnet. Das Verhältnis des tiefsten Salärs zum Lohnaufwand für den Kon­zernchef beträgt 1 zu 323. Ein UBS­-Mitarbeiter auf dem un­tersten Lohnniveau müsste also 323 Jahre lang malochen, um gleich viel zu verdienen, wie Os­wald Grübel letztes Jahr bezogen hat, nämlich 16 Millionen Fran­ken (samt Antrittsbonus von 13 Millionen). Unter Grübels Vorgänger Mar­cel Rohner betrug die Relation 2008 noch 1 zu 38 ..."
Man darf gespannt, sein, ob die Vergütungsregelung der UBS an der morgigen Generalversammlung von den Aktionären abgesegnet wird. Vieles deutet darauf hin, dass es knapp werden könnte und sogar die Decharge-Erteilung für die UBS-Führungscrew der Jahre 2007 und 2008 abgelehnt wird. Für Konzernchef Oswald Grübel und Verwaltungsrats-Präsident Kaspar Viller dürfte es danach eng werden. Insider vermuten, dass sie danach zurücktreten würden.

Ausführliches zum Debakel um die UBS und deren morgige Generalversammlung via "Lupe, der Satire-Blog":
" ... bundesrat kaspar villiger hat als verwaltungsrats-präsident der ubs versagt. er tritt kaum in erscheinung, hat seine crew nicht im griff und dient konzernleiter oswald grübel höchstens als abnickende marionette. die ubs braucht einen verwaltungsratspräsidenten mit rückgrat und durchsetzungsvermögen."
Der ganze Lupe-Artikel: UBS: Grübel und seine abnickende Marionette Villiger müssen weg

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