Dienstag, 23. März 2010

EX-Bundesrat Villiger setzte höhere UBS-Boni durch

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Als UBS-Chef Marcel Ospel vor Jahren gehen musste, setzte Nachfolger Peter Kurer durch, dass im UBS-Boni-System ein Malus eingeführt wurde. Dies setzte für die Branche neue Massstäbe. Kurer ging nach einem Jahr, Ex Bundesrat Kaspar Villiger kam und schwupps, war das Malus-System plötzlich weg, ohne dass dies je kommuniziert worden wäre. Der Tagesanzeiger beschreibt die Unterschiede der beiden Systeme:
Kaspar Villiger scheint inzwischen abgetaucht, überlässt das Agieren jenem Mann, der Jahre lang als Credit-Suisse-Chef horrende Löhne und Boni kassierte: Oswald Grübel. Der Lupe-Blog beschreibt das Abtauchen Villigers in Märchenform:
Im alten Programm für Bonus-Aktien (Performance Equity Plan) blieben zugeteilte Aktien drei Jahre gesperrt. Bei gutem Geschäftsverlauf konnte sich ihre Zahl in dieser Zeit verdoppeln. Im schlechtesten Fall löste sich das Aktienpaket in Luft auf. Der neue Incentive Performance Plan – geschaffen für die Konzernleitung und andere Führungskräfte – sieht nur Gewinner: Im besten Fall verdreifacht sich das Aktienpaket während der Sperrfrist, im schlechtesten wird die zugeteilte Zahl der Bonus-Aktien ausgehändigt. Der Empfänger kann höchstens indirekt – mit einem allfällig während der Sperrfrist gesunkenen Aktienkurs – bestraft werden.
Villiger spiele jetzt in den neuen Kinder-Bilderbüchern "Wo ist der UBS-Kaspar" die Hauptrolle, verrät der Blog weiter.
es war einmal ein marionettentheater, called ubs. die hatten einen kasperle, der die rolle des verwaltungsratspräsidenten spielte. kaspar villiger hiess die marionette, an den fäden zogen die abzocker der hochfinanz. kasperle fühlte sich in seiner neuen rolle wohl, denn früher war er mal bundesrat und da musste er mehr tun und verdiente erst noch weniger. heute sieht oder hört man den kasperle kaum noch. er überlässt das grübeln über boni und löhne, wie auch das auftreten vor den medien oswald ossi grübel.
Quellen:
UBS wirft strenge UBS-Regeln über Bord Tagesanzeiger
UBS: Kasperle-Theater ohne Kaspar Lupe, der Satire-Blog

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